Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter beim Kampf um die Schwimmhalle,

wie der Sächsischen Zeitung vom 10.08.2013 entnommen werden konnte, wurde von Gröditzer Bürgern ein erneutes Bürgerbegehren angeschoben. Grund dafür ist, dass in der letzten Stadtratssitzung eine Mehrheit des Stadtrates ohne vorherige Beratung beschlossen hat, den Dreiseithof weiter zu bauen, auch wenn keine Fördermittel zur Verfügung stehen.

Noch kurz vorher hat der Bürgermeister im Technischen Ausschuss verkündet, es würde nur weiter gebaut, wenn die Fördermittel zur Verfügung stehen würden. D. h., die Stadt Gröditz würde nach derzeitigem Stand der Kostenschätzung mindestens weitere

                                          3.621.000 €

für den 2. und 3. Bauabschnitt (Haupthaus und Auszugshaus) bereitstellen, nachdem für die Scheune bereits 800.000 € Baukosten anfallen. Ursprünglich waren für das gesamte Bauvorhaben nur 3,9 Mio € mit Fördermitteln geplant gewesen. Ob die nun veranschlagten Baukosten ausreichen, ist noch nicht einmal sicher. Auch wird immer noch vom Bürgermeister behauptet, dass nach Fertigstellung des Objektes jährliche Betriebskosten von nur 600 € anfallen würden.

Nachdem die Stadtverwaltung und die Mehrheit des Stadtrates behauptet haben, dass nicht einmal 150 T€ Zuschuss pro Jahr für die Schwimmhalle zur Verfügung stehen würden, ist dieser Stadtratsbeschluss ein Affront gegen unseren Kampf zum Erhalt der Schwimmhalle.

Mit den erneuten 3,621 Mio €, die in den Dreiseithof gesteckt werden sollen, könnte die Schwimmhalle noch über mehr als 10 Jahre betrieben werden. Warum sind keine Investitionen in die Schwimmhalle möglich. Mit viel weniger als 3,621 Mio € wäre eine komplette Neusanierung der Schwimmhalle mit zusätzlich einer attraktiven Saunalandschaft möglich.

Ich bitte Euch, das Bürgerbegehren aktiv zu unterstützen. Die Gröditzer Bürger sollen selbst entscheiden dürfen, was sie mit ihren Steuergeldern machen wollen. Soll es in ein Prestigeobjekt des Bürgermeisters fließen oder kann es sinnvoller weise für Einrichtungen genutzt werden, die der Gesunderhaltung und dem Kinder- und Jugendsport dienen?

Ich sehe in dem Bürgerbegehren, welches diesmal nicht wegen eines angeblich fehlenden Kostendeckungsvorschlags für unzulässig erklärt werden kann, eine gute Chance, im Kampf um den Erhalt der Schwimm-halle voran zu kommen. Ich selbst habe mich bereit erklärt, als einer der drei Vertreter, die nach sächsischer Gemeindeordnung für diese Verfahren zwingend vorgeschrieben sind, zu fungieren.

Bitte unterstützt mit Eurer Unterschrift das Bürgerbegehren und überzeugt auch Freunde und Bekannte, sich in die Listen einzutragen. Wir wollen versuchen, kurzfristig die erforderlichen 5% Unterschriften der wahlberechtigten Bürger zu bekommen, damit der Bürgerentscheid bereits zusammen mit der Bundestagswahl durchgeführt werden kann. Unterschriftslisten sind bei Hagen Görsch und bei mir zu erhalten.

Gröditz, 10.08.2013

Ulrich Keil
1. Vorsitzender