Die Unterzeichnenden beantragen die Durchführung eines Bürgerentscheides nach § 24 der Sächsischen Gemeindeordnung mit folgender Fragestellung:

 

Sind Sie für den Weiterbetrieb der Schwimmhalle Gröditz nach dem 30.06.2013?

 

Wir, die Unterzeichnenden, bevollmächtigen die drei Verantwortlichen:

1.  Frau Monika Lau, Bahnhofstraße 7, 01609 Gröditz    

2.  Frau Heike Widule, Hauptstraße 80, 01609 Gröditz

3.  Frau Ingrid Blech-Vogt, Waldweg 6b, 01609 Gröditz    

zur Vertretung der Unterzeichnenden, zur Entgegennahme von Mitteilungen und Entscheidungen der Gemeinde und zur Abgabe von Erklärungen.

 

Begründung des Antrages:  

Das Begehren richtet sich gegen den vom Stadtrat Gröditz am 26.11.2012 gefassten Beschluss 2012/118, die Schwimmhalle zum 30.06.2013 aufgrund „nicht vorhandener finanzieller Haushaltsmittel“ stillzulegen.

Die Schwimmhalle muss erhalten bleiben, da sie einen wichtigen Baustein im sozialen Leben der Stadt Gröditz darstellt. Sie wird insbesondere für das Schulschwimmen als Pflichtaufgabe der Stadt genutzt. In Gröditz können aber auch bereits die Kinder im Vorschulalter das Schwimmen erlernen. Neben den Kita’s nutzt auch der Hort die Möglichkeiten des Schwimmbades. Die Kinder erlernen so frühzeitig das Schwimmen, was zu ihrer eigenen Sicherheit vor dem Ertrinken wichtig ist. Die Schwimmhalle wird von Vereinen (insbesondere DLRG und TSV) zur Durchführung des Kinder-, Jugend- und Vereinssportes und damit zur Präventionsarbeit genutzt. Physiotherapien und Organisationen wie der Osteoporose-Verein nutzen die Schwimmhalle zur medizinischen Therapie und Vorsorge. Ebenso dient der öffentliche Badebetrieb der Gesunderhaltung der Bevölkerung und der Daseinsfürsorge. Die Schwimmhalle ist ein wichtiger so genannter weicher Standortfaktor für die Ansiedelung und den Erhalt von Industrie und Gewerbe. Weiterführende Informationen unter:
www.
freundeskreis-schwimmhalle-gröditz.de 

 

Kostendeckungsvorschlag:

Der Stadtrat Gröditz hat in seinem Grundsatzbeschluss 2011/007 vom 24.01.2011 festgelegt, der Schwimmhalle dauerhaft einen Bewirtschaftungszuschuss von maximal 150.000 €/Jahr und einen Investitionszuschuss von maximal 53.000 €/Jahr aus dem Haushalt bereit zu stellen.

Die Schwimmhalle kann mit diesen finanziellen Rahmenbedingungen weiterbetrieben werden. Notwendig ist dazu in einem ersten Schritt die Umsetzung des von der Stadt Gröditz beauftragten Konzeptes von Herrn Jörg Schneider vom 10.11.2012. Dessen drei Kernbestandteile sind:

1. Reduzierung/Schließung unrentabeler Angebote - Ausgliedern bzw. Schließen der unrentablen Sauna

2. Fachgerechter Einsatz der Mitarbeiter - Reduzierung des Personals auf die dann erforderliche Personalstärke

3.  Komprimierung der Angebote ohne Angebotseinschränkung - Optimierung der Öffnungszeiten und bessere Auslastung der Schwimmhalle beim Schulschwimmen entsprechend der normativen Bahnbelegung

Zusätzlich kann in einem zweiten Schritt durch eine umfassende Sanierung und Modernisierung der Schwimmhalle mit Sauna unter Einbeziehung von Fördermitteln - analog dem Vorbild der Schwimmhalle in Borna - durch technische Erneuerungen mit Energieeinsparungen, Verbesserung der Attraktivität und Optimierung des Personaleinsatzes eine weitere Kostensenkung und Einnahmeerhöhung erreicht werden.

Die Listen mit den Originalunterschriften bitte bis zum  13.01.2013   persönlich oder per Post an: 

Frau Monika Lau, Bahnhofstraße 7, 01609 Gröditz bzw.
Frau Ingrid Blech-Vogt, Waldweg 6b, 01609 Gröditz bzw.
Frau Heike Widule, Hauptstraße 80, 01609 Gröditz

 

Spendenkonto: Freundeskreis der Gröditzer Sport- und Schwimmhalle e. V. , Kontonummer 3063006300 bei der Sparkasse Meißen BLZ 8505 5000, Verwendungszweck: Bürgerbegehren